Dresden

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germany – deutschland

GERMANY – DEUTSCHLAND / DRESDEN

german – deutsch

september 2011

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germany – deutschland

GERMANY – DEUTSCHLAND / DRESDEN

love & hate

for me the city i live in is a form of love & hate.

i probably have to live in this city for this specific reason. the things i normally like with this city are in general too superficial, too less grounded by mankind; and the things i sometimes hate occur to be very conservative and rooted in the way local natives tend to be.

just recently i read about an undertaker, a so-called ‚joiner‘ like me, who after 16 years in town still especially criticises the mentality. me myself i am for 12 years now, and of course i will not make peace with this mentality tomorrow. nonetheless it might be this particular tension, this particular reading between the lines of the things said, done and built that permanently challange me to live here as a cultural worker.

of course my city is beautiful!

as beauty is in the eye of the observer and as it describes a genealogy of all human sensual achievements since man is conscious of what he does, i repeatedly have to say: „this city offers you a lot!“ – a highly integrative locus in its (cultural) landscape; a number of od & new inventors, technologists, thinkers; recognised architecture and garden architecture; a high level of artistic education and the history of arts; etc.

but:

the culturally most important line of thought between high culture & off-culture is only skin-deep, i.e. between the contemporary commercial culture of a global city branding and its genuine ’soil‘. there is a lack of respected & recognised initiatives of all together to construct cultral ‚mother earth‘. apparently there is a lack of spirit of people for their own cultural creation, to put in words: a lack of cultural consciousness for the self & the city as a living community. people are satisfied with outward representation. and from the outside initiatives come. beware: not the impulses!

as for this it would be thrilling if there was someone like john newling in my town, an artist from the east-midlands, to construct and present the ‚mother earth‘ for this city and make it accassible to everyone: „constructing soil“ he calls it, „the noah project“.

the ‚arch dresden‘!

allthough it would be someone from the outside again.

doing it yourself counts!

für mich ist die stadt, in der ich lebe, eine art ‚hassliebe‘.

und vielleicht muss ich genau deshalb in dieser stadt leben. die dinge, die ich an der stadt mag, sind mir allesamt zu vordergründig, zu wenig wirklich menschlich fundiert; und die dinge, die ich bisweilen an der stadt hasse, stellen sich als sehr tradiert und in der mentalität des hiesigen menschenschlags verwurzelt heraus.

gerade las ich von einem unternehmer, ein sogenannter ‚zugereister‘ wie auch ich einer bin, der auch nach 16 jahren in dieser stadt besonders die mentalität noch immer kritisch betrachtet. ich selbst bin seit zwölf jahren hier, und ich werde sicher nicht gleich morgen meinen frieden mit dieser mentalität machen. doch womöglich ist es eben diese spannung, dieses forschen zwischen den zeilen des gesagten, des getanen, des gebauten, die mich stets neu herausfordert als kulturschaffender hier zu leben.

natürlich ist die stadt schön!

da nun schönheit im auge des betrachters liegt und zunächst ja eine genealogie aller menschlichen sinnesleistungen beschreibt, seit der mensch sich dessen bewußt ist, muss ich immer wieder sagen: „diese stadt hat viel zu bieten!“ –

eine hochintegrative lokalisierung der stadt in ihrer (kultur)landschaft; zahlreiche alte & neue erfinder, technologen, denker; geachtete baukunst und gartenkunst; ein hohes künstlerisches niveau in der ausbildung wie auch in der historie; etc.

aber:

der kulturell so wichtige faden zwischen hochkultur & off-Kultur, also der heute kommerziellen kultur einer globalen marke stadt und deren ureigentlichem ’nährboden‘, ist nurmehr hauchdünn. es fehlen respektvolle & beachtete initiativen aller an einer konstruktion kulturellen ‚mutterbodens‘. es fehlt scheinbar ein geist für das eigene schaffen, schlicht das kulturelle bewußtsein für sich selbst als stadt & lebensgemeinschaft. man genügt sich in der repräsentation nach aussen. von da kommen dann auch die initiativen. wohlgemerkt: nicht die impulse!

es wäre demnach spannend, wenn in meiner stadt einer wie john newling, ein künstler aus den englischen east-midlands, hier wirken könnte um der stadt ihren kulturellen ‚mutterboden‘ vor augen zu führen, schmackhaft zu machen:

„constructing soil“ (mutterboden herstellen) nennt er das, „the noah project“ (das noah projekt).

‚arche dresden‘!

doch dann wäre es wieder einer von aussen.

selber machen zählt!

january 2011

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